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MAN page from CentOS 6 winehq-stable-4.0-6.1.i686.rpm

WINEMAKER

Section: Wine Entwicklerhandbuch (1)
Updated: Januar 2012
Index 

NAME

winemaker - Erzeugt eine Build-Infrastruktur, um Windows Programme unter Unix zu kompilieren 

ÜBERSICHT

winemaker [--nobanner ] [ --backup | --nobackup ] [ --nosource-fix]

  [--lower-none | --lower-all | --lower-uppercase ]

  [--lower-include | --nolower-include ] [ --mfc | --nomfc ]

  [--guiexe | --windows | --cuiexe | --console | --dll | --lib ]

  [-Dmacro[=defn] ] [ -Idir ] [ -Pdir ] [ -idll ] [ -Ldir ] [ -llibrary ]

  [--nodlls ] [ --nomsvcrt ] [ --interactive ] [ --single-target name ]

  [--generated-files ] [ --nogenerated-files ]

  [--wine32 ]
Arbeitsverzeichnis | Projektdatei | Workspacedatei

 

BESCHREIBUNG

winemakerist ein Perl-Script um Ihnen das Konvertieren von Windows-Quellcodezu einem Winelib-Programm zu erleichtern.

Zu diesem Zweck beherrscht winemaker folgende Operationen:

- Quellcodedateien und Verzeichnisse in Kleinbuchstaben umbenennen, fallsdiese beim Übertragen komplett in Großbuchstaben angekommen sind.

- Konvertierung von DOS- zu Unix-Zeilenenden (CRLF nach LF).

- Include-Anweisungen und Resourcenreferenzen durchsuchen, um Backslashesdurch Slashes zu ersetzen.

- Während des obigen Schrittes wird winemaker ebenfalls nach der angegebenen Dateiim Includepfad suchen und die entsprechende Zeile, falls nötig, mit der korrektenGroß-/Kleinschreibweise austauschen.

- winemaker wird ebenso andere, exotischere Probleme wie die Benutzung von#pragma pack, afxres.h in nicht-MFC-Projekten und mehr untersuchen.Sollte etwas ungwöhnliches vorkommen, wird winemaker Sie warnen.

- winemaker kann eine ganze Verzeichnisstruktur auf einmal durchsuchen,schätzen welche ausführbaren Dateien und Bibliotheken Sie zu erstellengedenken, diese den passenden Quelldateien zuordnen und entsprechende Makefilegenerieren.

- letztendlich wird winemaker eine globale Makefile für den normalen Gebrauch erzeugen.

- winemaker erkennt MFC-basierte Projekte und erstellt angepasste Dateien.

- Existierende Projektdateien können von winemaker gelesen werden.Unterstützt sind dsp, dsw, vcproj und sln-Dateien.

 

ARGUMENTE

--nobanner
Unterdrückt die Anzeige des Banners.
--backup
Lässt winemaker Backups von allen Quellcodedateien anlegen, an denenÄnderungen vorgenommen werden. Diese Option ist Standard.
--nobackup
Lässt winemaker keine Backups anlegen.
--nosource-fix
Weist winemaker an, keine Quellcodedateien zu ändern (z.B. DOS zu UnixKonvertierung). Verhindert Fehlermeldungen bei schreibgeschützten Dateien.
--lower-all
Alle Dateien und Verzeichnisse werden in Kleinschreibung umbenannt.
--lower-uppercase
Nur Dateien und Verzeichnisse, die komplett groß geschrieben sind, werdenin Kleinschreibung umbenannt.HALLO.C würde beispielsweise umbenannt werden, Welt.c jedoch nicht.
--lower-none
Keine Dateien und Verzeichnisse werden in Kleinschreibung umbenannt.Beachten Sie, dass dies nicht die Umbenennung von Dateien verhindert, derenErweiterungen nicht unverändert verarbeitet werden können, z.B. ".Cxx".Diese Option ist Standard.
--lower-include
Wenn die Datei zu einer Include-Anweisung (oder einer anderen Form vonDateireferenz für Resourcen) nicht auffindbar ist, wird der Dateiname inKleinschreibung umbenannt. Diese Option ist Standard.
--nolower-include
Es werden keine Änderungen an Include-Anweisungen oder Referenzen vorgenommen,wenn die entsprechende Datei nicht auffindbar ist.
--guiexe | --windows
Legt fest, dass für jedes gefundene, ausführbare Target, oder Target unbekanntenTyps angenommen wird, dass es sich um eine grafische Anwendung handelt.Diese Option ist Standard.
--cuiexe | --console
Legt fest, dass für jedes gefundene, ausführbare Target, oder Target unbekanntenTyps angenommen wird, dass es sich um eine Konsolenanwendung handelt.
--dll
winemaker wird im Zweifelsfall annehmen, dass es sich bei einem unbekanntenTarget um eine DLL handelt.
--lib
winemaker wird im Zweifelsfall annehmen, dass es sich bei einem unbekanntenTarget um eine statische Bibliothek handelt.
--mfc
Teilt winemaker mit, dass es sich um MFC-basierte Ziele handelt. In solch einemFall passt winemaker Pfade für Header und Bibliotheken entsprechend an undverlinkt die Ziele mit der MFC-Bibliothek.
--nomfc
Teilt winemaker mit, dass es sich nicht um MFC-basierte Ziele handelt. DieseOption verhindert die Benutzung von MFC-Bibliotheken, selbst wenn winemakerDateien wie stdafx.cpp oder stdafx.h begegnet, was normalerweise automatischMFC aktivieren würde, wenn weder --nomfc noch --mfc angegeben wurden.
-Dmacro[=defn]
Fügt diese Makrodefinition zur globalen Makroliste hinzu.
-Idir
Hängt das angegebene Verzeichnis dem globalen Include-Pfad an.
-Pdir
Hängt das angegebene Verzeichnis dem globalen DLL-Pfad an.
-idll
Fügt die angegebene Winelib-Bibliothek zur globalen Liste der zu importierendenWinelib-Bibliotheken hinzu.
-Ldir
Hängt das angegebene Verzeichnis dem globalen Bibliotheks-Pfad an.
-llibrary
Fügt die angegebene Bibliothek zur globalen Liste der zu verlinkendenBibliotheken hinzu.
--nodlls
Diese Option teilt winemaker mit, nicht den Standardsatz an Winelib-Bibliothekenzu importieren. Dies bedeutet, dass jede DLL, die Ihr Quellcode nutzt, explizitmit -i an winemaker übergeben werden muss.Die Standard-Bibliotheken sind: odbc32.dll, odbccp32.dll, ole32.dll,oleaut32.dll und winspool.drv.
--nomsvcrt
Setzt einige Optionen, die winegcc daran hindern, gegen msvcrt zu kompilieren.Nutzen Sie diese Option bei cpp-Dateien, die <string> einbinden.
--interactive
Versetzt winemaker in einen interaktiven Modus. In diesem Modus wird winemakerSie für die Targetliste jedes Verzeichnisses nach Bestätigung und jeweilstarget- und verzeichnisspezifischen Optionen fragen.
--single-target name
Gibt an, dass es nur ein einziges Target gibt, namens name.
--generated-files
Weist winemaker an, eine Makefile zu erzeugen. Diese Option ist Standard.
--nogenerated-files
Weist winemaker an, keine Makefile zu erzeugen.
--wine32
Weist winemaker an, ein 32-Bit Target zu erstellen. Dies ist nützlich beiwow64-Systemen. Ohne diese Option wird die Standardarchitektur benutzt.

 

BEISPIELE

Ein typischer winemaker Aufruf:

$ winemaker --lower-uppercase -DSTRICT .

Damit scannt winemaker das aktuelle Verzeichnis und die Unterverzeichnisse nachQuellcodedateien. Jede Datei und jedes Verzeichnis, das ganz in Großbuchstabengeschrieben ist, wird in Kleinbuchstaben umbenannt. Danach werden alle Quellcodedateienan die Kompilierung mit Winelib angepasst und Makefiles erzeugt. -DSTRICT gibtan, dass das STRICT-Makro gesetzt sein muss, um diesen Quellcode zu kompilieren.Letztendlich wird winemaker die globale Makefile erzeugen.

Der nächste Schritt wäre dann:

$ make

Wenn Sie an diesem Punkt Compilerfehler erhalten (was recht wahrscheinlich ist,ab einer gewissen Projektgröße), sollten Sie den Winelib User Guide zu Rateziehen, um Problemlösungen und Tipps zu finden.

Bei einem MFC-basierten Projekt sollten Sie stattdessen folgenden Befehl ausführen:

$ winemaker --lower-uppercase --mfc .
$ make

Mit einer existierenden Projektdatei lautet der passende Befehl:

$ winemaker meinprojekt.dsp
$ make

 

TODO / FEHLER

In einigen Fällen werden Sie die Makefile oder den Quellcode von Handnachbearbeiten müssen.

Angenommen, die fertigen Windows-Bibliotheken oder Binärdateien sind vorhanden,könnte mit winedump ermittelt werden, um welche Art von ausführbarer Datei essich handelt (grafisch oder Konsole), gegen welche Bibliotheken sie gelinktsind und welche Funktionen exportiert werden (bei Bibliotheken). All dieseInformationen könnten dann für das Winelib-Projekt verwendet werden.

Weiterhin ist winemaker nicht sehr gut darin, die Bibliothek zu finden, diedie Anwendung enthält: Sie muss entweder im aktuellen Verzeichnis oder imLD_LIBRARY_PATHliegen.

winemaker unterstützt noch keine Messagedateien und deren Compiler.

Fehler können imWine Bugtrackergemeldet werden. 

AUTOREN

François Gouget für CodeWeavers
Dimitrie O. Paun
André Hentschel 

VERFÜGBARKEIT

winemakerist Teil der Wine-Distribution, verfügbar im WineHQ, demHauptquartier der Wine-Entwicklung 

SIEHE AUCH

wine(1),
Wine-Dokumentation und Support


 

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